Wood Architecture Prize 2026: Holz als soziale Infrastruktur, von Schulen bis zur regionalen Erneuerung

klimahouse press release

Beim Klimahouse Wood Summit ausgezeichnete Projekte zeigen, wie Holzbau konkret zur Lebensqualität beiträgt. Messe Bozen stärkt ihre Rolle als nationale Plattform für Innovation im Bauwesen weiter. 

Bozen, 30. Januar 2026 – Es geht nicht nur um Gebäude, sondern um Schulen, öffentliche Einrichtungen, Orte der Begegnung und Projekte, die Gemeinschaften und Territorien neu verbinden. Die Preisträger des Wood Architecture Prize 2026 by Klimahouse, die gestern im Rahmen des Klimahouse Wood Summit bekannt gegeben wurden, stehen für eine klare Haltung: Holz ist ein Baustoff, der architektonische Qualität, ökologische Verantwortung und gesellschaftliche Wirkung vereint. 

Der von der Messe Bozen initiierte und nun zum vierten Mal vergebene Preis hat sich zu einer der wichtigsten nationalen Auszeichnungen für Holzarchitektur entwickelt. Aus zwölf Finalisten wählte eine Fachjury unter dem Vorsitz von Arch. Manuel Benedikter die Preisträger aus. Bewertet wurden architektonische Qualität, konstruktive Kohärenz, Innovationsgrad und die Wirkung auf den jeweiligen Kontext. Die Preisverleihung fand am zweiten Messetag von Klimahouse, der führenden Fachmesse für ressourcen- und energieeffizientes Bauen in Italien, statt. 

„Der diesjährige Wood Architecture Prize zeigt sehr deutlich: Holz ist nicht nur eine ökologische Entscheidung, sondern ein Werkzeug zur Stärkung von Gemeinschaften“, erklärt Céline Faini, Brand Managerin von Klimahouse. „Die ausgezeichneten Schulen, öffentlichen Gebäude und Regenerationsprojekte belegen, dass nachhaltige Architektur dann wirksam wird, wenn sie das tägliche Leben konkret verbessert. Genau dafür wurde dieser Preis ins Leben gerufen.“ 

Mit dem Wood Architecture Prize stärkt Messe Bozen die eigene Rolle als nationale Plattform für Baukultur, die Planung, Unternehmen, die Holzbau-Wertschöpfungskette und öffentliche Institutionen miteinander vernetzt. Ein Engagement im Einklang mit der Mission von Klimahouse: Nachhaltigkeit konkret und zugänglich zu machen und das Bauen als strategischen Hebel für Lebensqualität zu positionieren. 

Die ausgezeichneten Projekte: 

  • The Big Zip - A house for happy cows – (SO) - Studio act_romegialli  
    Baujahr: 2022 
    Ausgezeichnet für die Fähigkeit, architektonische und konstruktive Qualität in eine oft unterschätzte Bauaufgabe zu bringen. Der Stall wird hier zu einer leichten, klar strukturierten Infrastruktur, die Tierwohl, Funktionalität und räumliche Qualität vereint. 
  • Nuove Scuole Medie di Primiero – (TN) Mimeus Architettura mit Studio Campomarzio                          Baujahr: 2024 
    Eine Schule als Haus einer Gemeinschaft. Holz begleitet eine ruhige, gut lesbare Architektur, in der Raumqualität Teil des pädagogischen Konzepts wird.  
  • Multifunktionales Gebäude in Barbian – (BZ) Roland Baldi Architects    Baujahr: 2025 
    Ein durch PNRR-Mittel realisiertes Projekt, das zeigt, wie Holz auch in komplexen öffentlichen Programmen eine tragende Rolle spielen kann. Der konstruktive Einsatz von Holz, kombiniert mit anderen Systemen, erzeugt eine robuste, materialehrliche Architektur mit starker Ortsbindung. 

Der Sonderpreis für die Kategorie unter 35 ging an Maso Stregozzi – (TN) von Arch. Michele Sicher für die zeitgenössische Neuinterpretation der traditionellen Holzbauweise im ländlichen Raum mit hoher konstruktiver Präzision. 

Besondere Erwähnungen der Jury gingen an: 

  • Sanierung der Contrada Polaggia – (SO) Gemeinde Berbenno di Valtellina – Arch. Edoardo Colonna di Paliano                                      Baujahr: 2025 
    Ein großmaßstäbliches Regenerationsprojekt, das vom Städtebau bis zum einzelnen Gebäude reicht und ein historisches Gefüge mit struktureller Sensibilität weiterentwickelt. 
  • T+T – (RN) Studio Piraccini+Potente Architettura                      Baujahr: 2024 
    Ausgezeichnet für die typologische Innovation und die hohe konstruktive Qualität als vorbildliches Projekt für Abbruch- und Neubauprozesse im Wohnbau. 

Der PEFC-Sonderpreis für die Wertschöpfungskette ging an Punto Luce Gallaratese – (MI), Studio AOUMM, für die soziale Relevanz des Projekts in einem sensiblen städtischen Umfeld und für den bewussten Umgang mit zertifiziertem Holz. 

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