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15/11 - 17/11/2018
09:00 - 18:00 Uhr
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  Die Messe > Interpoma ist...

Der Apfel in der Welt

Neue Apfelsorten, neue Mutanten, neue Pflanzenschutzverfahren, neue Maschinen und Geräte, neue Produktionsmittel: Interpoma – internationale Fachmesse für Anbau, Lagerung und Vermarktung des Apfels – ist in ihrer Form die weltweit einzige Veranstaltung der Branche.

Interpoma präsentiert, den aus aller Welt anreisenden Besuchern, die komplette Prozesskette vom Anbau über die Lagerung bis zur Vermarktung der Frucht Adam und Evas – es ist eine Erfahrung auf 360° die sich aus Business, Gastwirtschaft und Önogastronomie zusammensetzt und mit einem hochkarätigen Eventprogramm abgerundet wird. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den internationalen Kongress „Der Apfel in der Welt“ gelegt, welcher Experten aus aller Welt dazu einlädt, brandaktuelle und zukunftsweisende Themen zu behandeln.

Highlights


Interpoma China: die neue Plattform für Asiens Apfelwirtschaft

Die erste Auflage der Interpoma China war ein voller Erfolg. Den ausstellenden internationalen Unternehmen, die Interpoma auf diese erste Abenteuerreise begleitet haben, bot sich dabei die Gelegenheit, den chinesischen Markt besser kennenzulernen. „Die erste Auflage der Interpoma China war ein wichtiger Schritt um den größten Apfelmarkt der Welt besser kennen zu lernen und neue Kontakte auf dem chinesischen Markt zu knüpfen. Durch diese erste Präsenz in China konnte die internationale Relevanz der Interpoma in Bozen, als weltweit wichtigster Treffpunkt der Apfelwirtschaft, weiter ausgebaut werden”, berichtet Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen. 

Die zweite Auflage der Interpoma China Congress & Exhibition findet vom 27. bis 29. Juni 2018 im Weihai International Exhibition & Conference Center auf der Halbinsel Shandong statt.

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ZAHLEN


3
Tage



20.000 Besuchern
aus über 70 Nationen



460 Ausstellern aus 24 Ländern



150 internationale Journalisten

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STATEMENTS

"Dies war unsere dritte Interpoma. Wir betrachten die Interpoma als unsere Hausmesse und wir bestreiten sie aus Imagegründen. Es kommt immer mehr Fachpublikum aus aller Welt und das sieht man auch! Die Organisation ist wie immer perfekt – wie kommen immer wieder gerne.”

Ruth Bauer, TopControl

"Wir sind seit der ersten Auflage dabei: für die Apfelwirtschaft und damit auch für uns ist es die wichtigste Messe geworden. Wir ziehen ein positives Resümee, wir sind vor allem hier um unsere Kunden zu treffen und die Kontakte zu pflegen – die Abschlüsse machen wir hinterher.“

Willi Mair, Palbox AG

"Wir sind zufrieden, Interpoma 2016 ist für uns sehr gut gelaufen. Der internationale Aspekt war wie auch in den letzten Jahren wieder voll gegeben und mit dem Besucherzustrom sind wir vollauf zufrieden. Wir sind jetzt das vierte Mal hier und 2018 werden wir definitiv wieder mit dabei sein.“

Kai Weindorf, Wanner

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NEWS

Vor der Interpoma 2018: Apfelproduktion in Europa stark rückläufig

INTERPOMA

Laut Prognosfruit müssen die wichtigsten europäischen Apfelproduzenten in der Saison 2017/2018 mit erheblichen Ernteeinbußen rechnen. Die Auswertung dieser Erntesaison wird ein zentrales Thema auf der nächsten Interpoma sein, die ...

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Rückschau auf Interpoma Kongress 2016

INTERPOMA

Innovation, Konsumverhalten, Neuheiten auf dem Gebiet der Wissenschaft, Technologie und Forschung: Über zwanzig Referenten von internationalem Format beschäftigten sich vom 24. bis 26. November in Bozen mit brandaktuellen und zukunftsweisen ...

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Zehnte Interpoma ein voller Erfolg

INTERPOMA

Mit 460 Ausstellern aus 24 Ländern und rund 20.000 Besuchern aus über 70 Nationen war die zehnte Auflage der Interpoma die erfolgreichste ihrer Geschichte. Damit war Bozen wieder für drei Tage Welthauptstadt des Apfels. Die Jubilä ...

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Zehnte Auflage der Interpoma eröffnet

INTERPOMA

Die zehnte Auflage der Interpoma steht ganz im Zeichen der Internationalisierung. Die alle zwei Jahre ausgerichtete internationale Fachmesse für Anbau, Lagerung und Vermarktung des Apfels findet dieses Jahr vom 24. bis 26. November in der Messe ...

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Interpoma Innovation Camp 2016

INTERPOMA

Das Interpoma Innovation Camp als Plattform für die Zukunft des Apfelmarktes: zwei Tage intensive Arbeit für fünf internationale Teams bestehend aus Startups, etablierten Unternehmen und Forschern, die innovative Ideen und Konzepte ent ...

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Red Delicious Night Designer Mateja Benedetti

INTERPOMA

Ciao Mateja, please introduce yourself.I am a Slovenian fashion & costume designer. Prior to my fashion endeavour my career was focused predominantly on costume designs for theatres and opera houses. The love for fashion was reborn when I foun ...

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Interpoma bereit für 10. Auflage

INTERPOMA

Alle zwei Jahre im November trifft sich in der Messe Bozen alles, was in der Welt des Apfels Rang und Namen hat. Die weltweit wichtigste Apfelfachmesse Interpoma findet heuer vom 24. bis 26. November bereits zum zehnten Mal statt. Die Jubiläumsa ...

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Interpoma 2016: Deutschland steigert seine Produktion, Europa ist auf der Suche nach neuen Märkten

INTERPOMA

Kurz vor Beginn der alle zwei Jahre in der Messe Bozen stattfindenden Fachmesse mit dem Kongress „Der Apfel in der Welt“ erreichen uns die Ernteschätzungen von Prognosfruit: die europäische Produktion ist leicht rücklä ...

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Messe Bozen organisiert eine Reise nach China als Vorgeschmack auf die Interpoma

INTERPOMA

Für Unternehmen, die auf dem chinesischen Markt expandieren wollen, organisiert Messe Bozen vom 7. bis zum 11. Oktober 2016 eine Besichtigungstour durch die Provinz mit der höchsten ApfelproduktionAls Vorschau auf die Interpoma 2016, der in ...

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„Interpoma International“: große Chancen für den Apfelanbau in China

INTERPOMA

In den letzten zehn Jahren hat die Apfelproduktion in China einen tiefgreifenden Wandel erlebt, der vielerorts noch im Gange ist.China ist der größte Apfelproduzent der Welt und kann Unternehmern der Branche hervorragende Businessmögl ...

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Vor der Interpoma 2018: Apfelproduktion in Europa stark rückläufig

Laut Prognosfruit müssen die wichtigsten europäischen Apfelproduzenten in der Saison 2017/2018 mit erheblichen Ernteeinbußen rechnen. Die Auswertung dieser Erntesaison wird ein zentrales Thema auf der nächsten Interpoma sein, die vom 15. bis 17. November 2018 in der Messe Bozen stattfindet.

Die Apfelernte 2017/2018 ist in Europa von besonders starken Einbußen gekennzeichnet. Schätzungen der Europäischen Union gehen von einem Ergebnis von 9,343 Millionen Tonnen aus. Das entspricht einem Minus von 21% gegenüber 2016. Vorgestellt wurden diese Daten am 10. August im Rahmen der Prognosfruit in Lleida (Spanien). Auf dieser jährlich stattfindenden Konferenz, die von der WAPA (World Apple and Pear Association) veranstaltet wird, wurden die Prognosen der Apfel- und Birnenernte präsentiert.
Die Ertragssituation gestaltet sich demnach anders als in den vergangenen Jahren und wird so zu einem gewichtigen Thema der nächsten Auflage der Interpoma werden. Diese weltweit einzige Veranstaltung, die sich ausschließlich dem Apfelsektor widmet, findet vom 15. bis 17. November 2018 auf dem Messegelände von Bozen statt.

Unter allen Produktionsländern hat Deutschland mit Abstand den größten Rückgang zu verzeichnen. Mit 555.000 Tonnen verringert sich die Produktion fast um die Hälfte (–46%). Auch Polen ist von erheblichen Ernteeinbußen betroffen. Nach den Spitzenerträgen der vergangenen Jahre sinkt die Produktion mit 2.870.000 Tonnen auf das Niveau von 2012 (–29%). In Italien wird mit Einbußen von 23% gerechnet (1.757.000 Tonnen). In Frankreich fällt der Rückgang auf 1.396.000 Tonnen weniger dramatisch aus (–8%). In Belgien ist die Ernte um mehr als zwei Drittel zurückgegangen (74.000 Tonnen), während in den Niederlanden der Ertrag von 317.000 auf 234.000 Tonnen gesunken ist. Nur zwei Länder konnten dieser Tendenz trotzen: Ungarn konnte die Produktion auf 628.000 Tonnen steigern (+26%) und auch Portugal verzeichnet einen Zuwachs von 263.000 auf 314.000 Tonnen. Vergleichsweise stabil zeigt sich die Lage in Spanien mit einer Ernte von 474.000 Tonnen Äpfel (gegenüber 495.000 Tonnen in der letzten Saison).

Auch in anderen Ländern auf der Nordhalbkugel wird mit Ernteeinbußen gerechnet: Russland –37%, Mexiko –30%, Schweiz –21%, Weißrussland –19%, Ukraine –10% und Kanada –6%. In den USA dagegen werden stabile Erträge erwartet (4,8 Millionen Tonnen), während China seine Produktion voraussichtlich weiter steigern kann (+3%).

Es gibt also viel Stoff für Diskussionen bei der nächsten Auflage der Interpoma, die vom 15. bis 17. November 2018 in der Messe Bozen (Italien) stattfindet. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet auch der internationale Kongress „Der Apfel in der Welt“ statt – das zentrale Treffen der Branche, auf dem Bilanz gezogen wird.

Vom 27. bis 29. Juni 2018 findet im Weihai International Exhibition & Conference Center auf der Halbinsel Shandong die zweite Ausgabe von Interpoma China statt. Sie ist der Treffpunkt der Apfelbranche in Asien.

Weitere Informationen unter: http://www.fierabolzano.it/interpoma/de/

Weitere Informationen: www.interpoma.it/de
Facebook: www.facebook.com/Interpoma
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/fiera-bolzano-spa 
Youtube “Interpoma”: https://www.youtube.com/playlist?list=PL8A5D2726BE4D0D61

 

Rückschau auf Interpoma Kongress 2016

Innovation, Konsumverhalten, Neuheiten auf dem Gebiet der Wissenschaft, Technologie und Forschung: Über zwanzig Referenten von internationalem Format beschäftigten sich vom 24. bis 26. November in Bozen mit brandaktuellen und zukunftsweisenden Themen der Apfel-Branche.

Drei Tage, dicht gedrängt mit Informationen und Anregungen, das war der internationale Kongress „Der Apfel in der Welt“ vom 24. bis 26. November in der Messe Bozen. Die traditionelle Hauptattraktion der Interpoma - wie bereits die vergangenen Jahre koordiniert vom Apfelexperten Kurt Werth –und zog wieder zahlreiche Fachleute an, die daran interessiert waren, zu erfahren, was sich im Apfelsektor bewegt und welche Zukunftsaussichten erwartet werden. Über zwanzig Referenten von internationalem Format wechselten sich ab und sprachen über ihre Sicht des Marktes, der Verbraucher und der Neuheiten in Bezug auf Wissenschaft, Forschung und Technologie.

Erster Tag: „Der Apfelmarkt im Wandel“
Unter dem Vorsitz von Gerhard Dichgans, Direktor des Verbands der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG), war der erste Tag dem Apfelmarkt gewidmet. Arnold Schuler, Landesrat für Landwirtschaft der Provinz Bozen, stellte das Thema der Veränderung der Produktionstechniken und die Organisation des Marktes vor: Innovation und Know-how, wobei Südtirol als Vorläufer und Vorbild für den Rest der Welt anzusehen sei, seien die grundlegenden Hebel, um diesen Umbruch zu vollziehen. Herbert Dorfmann, Mitglied des Europäischen Parlaments, sprach über die Zukunft der europäischen Agrarpolitik und die Verbesserungen des Versicherungssystems, welches und Anreize beinhalten wird, um die Gruppierungen in Schutzkonsortien zu erleichtern. Ein Schwerpunkt lag auf den Südtiroler Obstbauern, mit einem Fachvortrag des Direktors der Südtiroler Bauernbundes (SBB), Siegfried Rinner: „Auf den Apfelanbau in Südtirol entfallen 55% der landwirtschaftlichen Wertschöpfung, 67% der Betriebe verfügen über 2 bis 10 Hektar kultivierbaren Bodens. Der Ertrag pro Hektar ist in den letzten zwanzig Jahren um 63% angestiegen und hat damit die Höchstgrenze der Produktivität erreicht. Rund um den Südtiroler Apfel finden sich neben den Produzenten viele andere Beteiligte“, erklärte Rinner: „Erzeugerorganisationen, Versicherungsverbände, Baumschulen, Versuchs- und Forschungszentren, die Messe: Ein Kosmos aus vielen kleinen, aber wichtigen Planeten. Menschen, die miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Es ist ein einzigartiges Phänomen in der ganzen Welt.“
Joan Bonany, Agraringenieurin und Leiterin des IRTA (Institut de Recerca i Tecnologia Agroalimentaries) befasste sich mit dem Thema der Intensivierung und Nachhaltigkeit beim Apfelanbau bzw. wie man mit weniger oder mit besseren Ressourcen mehr produzieren kann. Sie ist der Ansicht, dass Technologie bei der Minimierung der Umweltauswirkungen beispielsweise über Techniken der Lichtverteilung oder der automatisierten Ernte helfen kann. Den ersten Tag beendete Helwig Schwartau von der AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH) mit einer demographischen Analyse der Apfelkonsumdaten in Europa und der Welt: "Wir leben in einer Zeit, in der die Verbraucher mehr und mehr Qualität, Geschmack und Sicherheit suchen und bereit sind, dafür auch einen höheren Preis zu bezahlen.“

Zweiter Tag: "Das Wort hat der Verbraucher“
Am zweiten Tag, unter dem Vorsitz von Michael Oberhuber, Direktor des Land- und forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg stand der Verbraucher, neue Verhaltenstrends und die Bedeutung der sensorischen Eigenschaften bei der Kaufentscheidung im Mittelpunkt.
Valerie Lengard Almli von Nofima hat die Bedeutung der sensorischen „Driver“ (Aussehen, Beschaffenheit, Duft, Geschmack und Geruch) bei der Definition einer Präferenz und die Korrelation zwischen diesen Eigenschaften und den soziodemografischen Eigenschaften der Verbraucher aufgezeigt. „Die Kultur, der Lifestyle oder die vorherige Verbrauchererfahrung beeinflussen die Wahrnehmung des Verbrauchers", betonte sie: "Deshalb sind bei einer Kaufentscheidung nicht nur die produkteigenen Eigenschaften von Bedeutung.“
Alessandra Castellini, Professorin in der Abteilung für Agrarwissenschaften an der Universität Bologna, präsentierte ein aktuelles Forschungsprojekt, durchgeführt mit 301 Konsumenten von Äpfeln, das darauf abzielte, die Kaufgewohnheiten und die Variablen zu identifizieren, die für eine Erhöhung der WTP (Zahlungsbereitschaft) oder für die Bereitschaft der Verbraucher einen höheren Preis im Austausch für bestimmte wahrgenommene Merkmale zu bezahlen maßgeblich sind. Eine Studie, die in fünf Geschäften in Bologna, einer Stadt in Norditalien, durchgeführt wurde, zeigt, dass die Verbraucher häufig einen Apfel kaufen, weil sie ihn für äußerst gesund halten und weil sie ein lokales Produkt vorziehen, wobei sich die WTP deutlich erhöht. Weiter ging es mit dem Vortrag von Roger Harker von Plant&Food Research über die Beziehung von ethnischer Zugehörigkeit und der Wahrnehmung durch den Verbraucher: „Es ist spannend, wie sich ein Produkt in verschiedenen Kulturen der Welt anders wahrgenommen wird und wie sich die Menschen mit Nahrung identifizieren, welche emotionalen Faktoren zur Wahl eines Produkts führen und welche Eigenschaften den Kauf und den Wiederkauf beeinflussen." Ronan Symoneaux, Ingenieur der Abteilung für Lebensmittelwissenschaft und -technologie in Angers, hat eine Studie vorgestellt, die in Frankreich zur Bestimmung der Leitfaktoren in Bezug auf Rohstoffe, demographische Faktoren und den Produktionsprozessen durchgeführt wurde. Das Ergebnis dieser Studie zeigte eine potentiell größere Bereitschaft zum Kauf, wenn die sensorischen Eigenschaften des Apfels verstärkten Hervorgehoben werden: Knackig, saftig, reif, süß und aromatisch.
Eine interessante Innovation kommt aus dem Land- und forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg. Lidia Lozano und Michael Oberhuber, Direktor des Zentrums, haben einige Ergebnisse der qualitativen und instrumentalen Laboranalyse von mehr als 200 Apfelsorten vorgestellt. „Es gibt sehr viele Sorten: Vom Aussehen und vom Namen her können sich einige auch ähneln“, erklärte Lidia Lozano. „Bei den intrinsischen Eigenschaften wie Knackigkeit, Säure, Herbheit sind diese Sorten jedoch sehr verschieden, manchmal sogar das genaue Gegenteil. Die Wahl wird für den Durchschnittsverbraucher dann schwierig. Dank der qualitativen Analyse wissen wir, dass jede Sorte ein anderes Marktfenster hat. Der Kompromiss ist daher eine Gruppe von Äpfeln zu finden, die jenen Eigenschaften, welche den meisten Menschen gefallen, entgegenkommen.“
„Die instrumentelle Analyse der Sorten mit fortschrittlichen Technologien wie DNA-Finger-Printing erlaubt es uns, die Sorten gemäß ihres chemischen Profils zu clustern“, fügt Oberhuber hinzu: „Wir haben die Plattform Pomosano ins Leben gerufen, um die Erzeuger mithilfe einer beachtlichen Datenbank mit landwirtschaftlichen, chemischen und sensorischen Daten, die gemäß genetischer Prinzipien und auf der Grundlage der lokalen Gebietsmerkmale identifiziert wurden, zu unterstützen.“
Der zweite Tag endete mit dem Vortrag von Klaus Glasser, Geschäftsführer von VOG Products, der sich optimistisch gibt, was die Zukunft der Apfelprodukte anbelangt. Superfrisch, nachhaltig und zertifiziert: Das sind die Eigenschaften, die die neuen Verbraucher wollen und der Geschmack wird zunehmend wichtiger. „Die Millennials sind informiert, neugierig und wollen neue Dinge erleben. Sie sind gesundheitsbewusst, meiden Traditionelles, suchen Qualität und sind durchaus bereit, dafür etwas mehr auszugeben. Fertiggerichte, Smoothies und Portionspackungen: Der Mehrwert für diese Produkte ist sehr hoch und hier hat der Apfel einen neuen Markt, der entdeckt werden will.“

Dritter Tag: „Neues aus Wissenschaft, Forschung und Technologie“
Der dritte Tag, unter der Leitung von Prof. Massimo Tagliavini von der Freien Universität Bozen, berührte das Thema Neuheiten auf dem Gebiet der Wissenschaft, Forschung und Technologie im Apfelsektor.
Dieter Bologna vom Konsortium der Südtiroler Baumschuler KSB konzentrierte sich am letzten Tag auf Produktionszahlen von Pflanzenmaterial aus dem Jahr 1981, dem Jahr der Gründung des Konsortiums, bis zur Gegenwart, wobei der Schwerpunkt auf den wichtigsten Veränderungen lag. Die Produktion ist stetig gewachsen jedoch bei veränderter Marktzusammensetzung: Heute zeigt sich eine starke Konzentration, mehr als 60% der Pflanzen werden von wenigen großen Unternehmen produziert. Das Sortensortiment entwickelte sich zu Gunsten des Anbaus von sogenannten „instabilen“ Sorten, wie Gala und ihre Varianten, die von den meisten Verbrauchern geschätzt werden. Für die Baumschulen in Südtirol wird die korrekte Vorhersage der Nachfrage in Anbetracht der Verweildauer der Pflanzen in der Baumschule von 2 bis 3 Jahren und die Bandbreite der verfügbaren Sorten enorm wichtig. „Südtirol ist bekannt für die hohe Qualität, welche auf dem Know-how der einzelnen Erzeuger basiert, das den Obstbauern in der Gegend ein hervorragendes Ausgangsprodukt garantiert“, schloss Bologna.
Josef Österreicher und Jürgen Christanell vom Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau referierten über die verschiedenen Schnitt- und Anbausysteme für Apfelbäume.
Das primäre Ziel ist hohe Ernteerträge zu erhalten, konstant und von guter Qualität. Dies ist durch die sorgfältige Analyse der klimatischen und geologischen Bedingungen des Pflanzuntergrundes möglich. Die Belichtung und Art des Schnitts sind ausschlaggebend: Der Haupttrend liegt darin, die Bäume auszudünnen, um die Ausbeute an Sonnenlicht für die Früchte zu erhöhen und das Problem der apikalen Dominanz zu vermeiden, was auch Vorteile für die automatisierte Ernte mit sich bringt. In Zusammenhang damit stand der Fachvortrag von Robert Wiedmer, der das Thema des Bewässerungsmanagements der Apfelanlagen in Südtirol aufgriff. In Südtirol ist die Beregnung nicht nur bei Sommertrockenheit notwendig, sondern auch im Frühjahr, als Frostschutzmittel, um die Knospen zu schützen. Der Eingriff durch den Menschen ist somit von grundlegender Bedeutung, auch um übermäßige Bewässerung zu vermeiden, welche zu einem etwas zu hohen Ertrag, zu Lasten der Qualität der Äpfel, zu einer potentiellen Vermehrung von Krankheitserregern und einer Verdünnung der Nährstoffe des Bodens führen würde. Dazu gibt es nun für die Obstbauern die Plattform MONALISA.
Der zweite Teil des Kongressvormittags beschäftigte sich mit technologischen Innovationen, an dem das Land- und forstwirtschaftliche Versuchszentrum Laimburg arbeitet, um die Qualität der Südtiroler Produktion zu verbessern. Im ersten Vortrag stellte Jennifer Brenner die vom Versuchszentrum ausgearbeitete und umgesetzte Plattform EUFRUIT vor, das praktisches Wissen mit theoretischen Ergebnissen und Laboruntersuchungen verbinden soll, um die Informationen zu bündeln und sie für einen fruchtbaren Austausch zu verwenden. Dr. Angelo Zanella vertiefte die Präsentation von MONALISA, einem Projekt in Zusammenarbeit von Europäischer Akademie EURAC und Freier Universität Bozen, das sich auf die Umweltüberwachung von Südtirol konzentriert. Durch die Sammlung von physikalischen Daten des Ökosystems anhand von Messstationen und Sonden in einzelnen Apfelanlagen sollen Obstbauern präzise Prognosen zur Verfügung gestellt werden können.
Das Thema der technologischen Innovation der beim Obstanbau verwendeten Maschinen beendete die Konferenz. Der Vortrag von Michael Stauder von IDM Südtirol bot einen Einblick in die Zukunft der Konnektivität, der intelligenten Koordinierung von Mensch und Mensch, Mensch und Maschine sowie Maschine und Maschine. Laut Stauder spielt Innovation eine zunehmend wichtige Rolle und „die Zukunft der Landwirtschaft, in Südtirol und anderswo, liegt in Faktoren wie der Verbreitung von Elektromotoren und ökologischen, nachhaltigen Lacken, in der stärkeren Nutzung der Mechatronik und der Digitalisierung von Maschinen sowie dem Einsatz von automatischen Steuerungssystemen.“


Für weitere Informationen: www.interpoma.it/de
Die Unterlagen aller Vorträge sind online: http://www.fierabolzano.it/interpoma/en/abstract.htm

 

Zehnte Interpoma ein voller Erfolg

Mit 460 Ausstellern aus 24 Ländern und rund 20.000 Besuchern aus über 70 Nationen war die zehnte Auflage der Interpoma die erfolgreichste ihrer Geschichte. Damit war Bozen wieder für drei Tage Welthauptstadt des Apfels.

Die Jubiläumsauflage der Interpoma brachte vom 24. bis 26. November knapp 20.000 zufriedene Fachbesucher nach Bozen, darunter internationale Einkäufer und 150 Journalisten. Die Besucher stammen aus mehr als 70 verschiedenen Ländern - von A wie Argentinien bis Z wie Zimbabwe. In den ausgebuchten Messehallen empfingen sie 460 Aussteller aus 24 Ländern.

„Das Bezeichnende an dieser zehnten Auflage der Interpoma war die Rückbesinnung auf das Erfolgsrezept der interdisziplinären Zusammenarbeit, die in einer immer schnelleren und globalisierteren Welt weiter an Bedeutung gewinnen wird“, erklärt Messedirektor Thomas Mur: „Gerade die erste Auflage des Innovation Camp mit starker lokaler Beteiligung der wichtigsten Akteure in der Apfelwirtschaft war in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt in die Zukunft.

Das Innovation Camp wurde an den zwei Tagen vor Messebeginn veranstaltet und die dabei entstandenen Projekte von einer Jury bewertet. Den ersten Preis für die beste Idee in Hinsicht auf Konzeption, Entwicklung, Präsentation und Geschäftsmodell erhielt das Team „Repple“, das eine neuartige Methode zur Ölgewinnung aus Apfelkernen präsentierte, welche jetzt auf ihre Umsetzung wartet. Die weiteren Konzepte stammten aus den Bereichen künstliche Intelligenz und Marketing.

Ein großer Erfolg war auch wieder der dreitägige internationale Kongress „Der Apfel in der Welt“ zu den Themenschwerpunkten „Der Apfelmarkt im Wandel“, „Das Wort dem Konsumenten“ und „Neues aus Wissenschaft, Forschung und Technik“. Mit 360 Teilnehmern ausgebucht waren wie immer die geführten Besichtigungstouren, die während der Messe den internationalen Besuchern angeboten werden, um die modernen Vermarktungs- und Obstbaubetriebe in Südtirol kennen zu lernen. Eine Tour war dabei erstmals dem Bioanbau vorbehalten.

Abgerundet wurde das hochkarätige Eventprogramm mit Veranstaltungen, die von Ausstellern und Partnern der Interpoma organisiert wurden. So präsentierten die beiden Südtiroler Produzentenverbände VOG und VI.P die neue Apfelsorte yello® mit einer Pressekonferenz und Verkostungen. Viele weitere Austeller und Partner nutzten die Vorteile der internationalen Plattform in ähnlicher Form.

Der Großteil der Aussteller zeigte sich mit der Organisation und dem Verlauf der Jubiläumsauflage hoch zufrieden. Darunter Ruth Bauer von TopControl GmbH: “Wir betrachten die Interpoma als unsere „Hausmesse“ und wir bestreiten sie aus Imagegründen. Es kommt immer mehr Fachpublikum aus aller Welt und das sieht man auch: die Besucherqualität ist sehr gut! Die Organisation ist wie immer perfekt – wir kommen immer wieder gerne.”

Seit der ersten Auflage dabei ist Willi Mair von Palbox AG: „Für die Apfelwirtschaft und damit auch für uns ist es die wichtigste Messe geworden. Wir ziehen ein positives Resümee, denn wir sind vor allem hier um unsere Kunden zu treffen und die Kontakte zu pflegen – die Abschlüsse machen wir hinterher.“

„Wir sind zufrieden, Interpoma 2016 ist für uns sehr gut gelaufen. Der internationale Aspekt war wie auch in den letzten Jahren wieder voll gegeben und mit dem Besucherzustrom sind wir vollauf zufrieden. Wir sind jetzt das vierte Mal hier und 2018 werden wir definitiv wieder mit dabei sein“, zeigte sich Kai Weindorf von Hans Wanner GmbH überzeugt.

Mit der Initiative „BZ loves Apples“ wurde anlässlich der Jubiläumsauflage der Interpoma erstmals auch die Stadt Bozen in die Messe miteinbezogen. Das Angebot reichte von Menüs und Spezialitäten auf Apfelbasis in Restaurants und Bäckereien bis hin zur morgendlichen Wanderung durch Bozen. Einige Aussteller und Besucher haben die verschiedenen Veranstaltungen besucht und zeigten sich von dieser Idee begeistert.

Für weitere Informationen: www.interpoma.it/de

Zehnte Auflage der Interpoma eröffnet

Die zehnte Auflage der Interpoma steht ganz im Zeichen der Internationalisierung. Die alle zwei Jahre ausgerichtete internationale Fachmesse für Anbau, Lagerung und Vermarktung des Apfels findet dieses Jahr vom 24. bis 26. November in der Messe Bozen statt.

Die gesamte Ausstellungsfläche der Messe Bozen von insgesamt 25.000 Quadratmetern ist komplett ausgebucht mit den 460 Firmen aus 24 Ländern: USA, Österreich, Belgien, Kroatien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Japan, Großbritannien, Israel, Italien, Niederlande, Polen, Tschechische Republik, Rumänien, Russland, Spanien, Schweiz, Ungarn, Irland, Südkorea, Slowenien, Portugal und Serbien. Für dieses Jahr werden 20.000 Besucher aus mehr als 70 Ländern erwartet.

Dank intensiver Werbung im Ausland und der Partnerschaft mit der italienischen Agentur für die Internationalisierung ICE werden über hundert Buyer und Delegationen von Unternehmen insbesondere aus Lateinamerika, Australien, China, Indien, Türkei, dem Nahen Osten, Südafrika und Russland nach Bozen kommen. Auch zahlreiche ausländische Journalisten der führenden internationalen Fachzeitschriften werden sich die Messe vor Ort ansehen. Für diese Gelegenheit wird eigens ein exklusiver Raum für den Empfang und die Verpflegung dieser Gäste für die Dauer der Veranstaltung bereitgestellt.

Viele von ihnen kommen auch für die geführten Besichtigungstouren, die während der Messe angeboten werden, um die modernen Vermarktungs- und Obstbaubetriebe in Südtirol kennen zu lernen. Viele interessieren sich aber auch für den renommierten und mit Spannung erwarteten internationalen Kongress "Der Apfel in der Welt", der für drei Tage rund zwanzig Referenten von internationalem Rang nach Bozen bringen wird, die brandaktuelle und zukunftsweisende Themen der Apfel-Branche in Bezug auf den Markt, die Verbraucher und die Innovationen in Wissenschaft und Forschung behandeln.

Abgerundet wird das hochkarätige Eventprogramm mit Veranstaltungen, die von Ausstellern und Partnern der Interpoma organisiert werden. Es beginnt am Donnerstag 24. November mit "Sortenprüfungen an Apfel und Birne: Methoden, Ergebnisse und Probleme", organisiert vom Versuchszentrum Laimburg und der Konferenz "Nachhaltiger Obstanbau, heute und morgen. Werkzeuge, Techniken, Kommunikation“ im Rahmen der „Agroinnovation“-Tour von Image Line. Am Freitag stehen "Neuentwicklungen in der Düngung", die von Assiconsult organisierte Fachtagung "Absicherung des Zahlungsverkehrs“ sowie "Die Blattläuse im Apfelanbau: gegenwärtige und zukünftige Bekämpfungsstrategien", präsentiert von Bayer, auf dem Programm. Am Nachmittag stellt das Unternehmen Vivai Mazzoni "BIBAUM ein innovatives und nachhaltiges Züchtungssystem für die Zukunft“ vor. In dem Symposium wird das innovative Züchtungssystem von Bibaum mit der Standardzüchtung Spindel verglichen.

Wie bereits bei den vergangenen Auflagen, organisiert die Allianz der italienischen Kooperativen ACI zusammen mit der Vereinigung der italienischen Produktionsgenossenschaften Assomela ein Treffen auf höchster Ebene mit den wichtigsten Genossenschaften in Europa. Der Titel der Konferenz, an der dieses Jahr Delegierte aus Italien, Frankreich, Spanien, Holland, Belgien und Polen teilnehmen, lautet "Neuer Marktzugang und Förderung in Drittländern: Prioritäten für die europäische F&V-Genossenschaften und Erzeugerorganisationen im Kontext des russischen Embargos“. Die Notwendigkeit, neue Märkte zu erschließen und das so bald wie möglich, ist vor allem nach der Schließung des russischen Marktes für die europäische Obst- und Gemüsebranche und natürlich auch für den Apfelsektor eine Priorität. An der Veranstaltung werden auch Vertreter des italienischen Ministeriums für Landwirtschafts-, Ernährungs- und Forstpolitik, des Parlaments und der Europäische Kommission teilnehmen.

Es gibt also viele Neuheiten und interessante Veranstaltungen auf dieser Jubiläumsauflage der Interpoma, vom 24. bis 26. November 2016 in der Messe Bozen.

Für weitere Informationen: www.interpoma.it/de

Interpoma Innovation Camp 2016

Das Interpoma Innovation Camp als Plattform für die Zukunft des Apfelmarktes: zwei Tage intensive Arbeit für fünf internationale Teams bestehend aus Startups, etablierten Unternehmen und Forschern, die innovative Ideen und Konzepte entwickelt haben, um technische Lösungen zur Verbesserung und Unterstützung des Apfelsektors zu finden.

„Messe Bozen hat mit dem Interpoma Innovation Camp einen ersten Schritt gemacht, um eine Plattform für die Zukunft der Apfelindustrie zu werden“, erklärt Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen: „Unser Ziel ist es, das Wachstum des Apfelsektors zu fördern, indem wir internationale und unterschiedliche Talente versammeln und ihnen einen offenen Austausch bieten, um konkrete Lösungen auszuarbeiten. Dabei liegt der Fokus auf dem Markt, dem Businessmodell, dem Verbraucher und dem Nutzen, den diese Lösungen mit sich bringen können.“

Dank einer engen Zusammenarbeit zwischen Messe Bozen, IDM Sudtirol-Alto Adige, Südtiroler Apfelkonsortium, Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg, dem Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau und Whataventure waren Unternehmen, junge Talente, Experten und internationale Startups zu einer Veranstaltung am 22. und 23. November eingeladen (zwei Tage vor der Interpoma). Ziel war es von Experten betreut in einem Team zusammenzuarbeiten, um neue Ideen in unterschiedlichen Bereichen zu entwickeln und somit etwas für den Markt Nützliches in die Praxis umzusetzen. In den zwei Tagen haben die internationalen Teams an fünf Ideen gearbeitet.

Das Team Repple konnte sich den ersten Preis für die beste Idee im Hinblick auf Konzept, Entwicklung, Präsentation und Businessmodell sichern: Das Unternehmen Repple hat sich mit der Möglichkeit der Ölgewinnung aus Apfelkernen auseinandergesetzt – ein wichtiges Thema für den Kosmetiksektor und die Pharmazie. Eine Innovation, die auf dem Markt gut anwendbar ist und das Potenzial hat für hohe Gewinne. Im Vergleich zu anderen bestehenden Systemen der Gewinnung erlaubt dieses biologische Verfahren die Extraktion von hochqualitativem Öl aus den Kernen.

„Es ist einfach unglaublich, diesen Preis erhalten zu haben, ich freue mich wirklich sehr darüber. Denn dieses Projekt kann für ganz Südtirol sehr nützlich sein und auch für alle Beteiligten der Produktionskette: vom Bauer, der den Rohstoff herstellt, bis hin zu denjenigen, die das Produkt verarbeiten und folglich diese Bestandteile, die sonst zu nutrazeutischen Herstellern gelangt wären, welche diese kostbaren Komponenten auf ihre Weise nutzen, verwerten können“, erklärt Debora Decorsi vom Versuchszentrum Laimburg.

Auf dem zweiten Platz landete Smart Orchard, das Ergebnis eines internationalen Teams aus Frankreich, Serbien, Nigeria und Italien. Es handelt sich dabei um ein Projekt zur künstlichen Intelligenz, genauer um eine App mit starker Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt. Sie ist verknüpft mit der Auswertung von Daten aus Sensoren, welche die Ernährungskomponenten der Pflanzen analysieren: aus Wetterstationen, welche das kommende Wetter antizipieren, Messschiebern und Durchflussmessern. Auf diese Weise könnte der Nutzer die richtige Information im richtigen Moment erhalten, um den Wasser- oder Düngemittelverbrauch zu reduzieren, die Größe der Frucht zu steigern, die Wetterbedingungen zu beobachten und folglich unterschiedliche Phasen im Anbau besser zu steuern.

Die dritte Idee, die ausgezeichnet wurde, ist ein Marketingprojekt und heißt „track your apple“. Ziel ist es, dem Verbraucher den Wert eines Apfels sowie Know-how zu vermitteln und durch gezielte Marketingaktionen dessen Vermarktung zu verbessern. Die App ist auf die Unterhaltung des Verbrauchers ausgerichtet, der mittels eines auf dem Apfel angebrachten Codes online an Gewinnspielen teilnehmen kann, aber auch Zugang bekommt zu anderen Informationen im Zusammenhang mit dem Produkt Apfel, seiner Produktion, unterschiedlichen Sorten, Eigenschaften und Qualitäten. So kann das Verbraucherbewusstsein für die Qualität eines Produkts gegenüber einem anderen gestärkt und auch die Preise können gehalten werden.

Alle Teams haben voller Enthusiasmus gearbeitet und einen Beitrag zur Innovation geleistet, die heute wichtiger ist denn je. Zwei der vorgestellten Ideen haben es leider nicht aufs Treppchen geschafft: Im Bereich Anlagenbau hat sich das Team Revotree – think waterless mit der Entwicklung von Bewässerungssensoren beschäftigt. Rainbow Nets hingegen hat ein Konzept für Hagelnetze entwickelt, das die Verteilung von Licht in seinen Spektralfarben verbessert, damit das Licht je nach Reifephase die Früchte mit unterschiedlichen Farben beeinflusst und so beste Qualität erzielt werden kann.

Das Interpoma Innovation Camp bildete einen ersten Impuls für die Zukunft des Apfelmarkts und kann im Rahmen der nächsten Ausgaben der Messe weiterentwickelt werden. Es hat sich gezeigt, wie viel in zwei Tagen Arbeit mit für Startups typischen innovativen Arbeitsprozessen und -methoden möglich ist. Zugleich konnte eine starke Community aus Pionieren und Interessierten gebildet werden, die daran teilgenommen haben und neue Wege aufgezeigt haben, um die gesamte Apfelbranche zu stärken.

Für weitere Informationen: www.interpomainnovationcamp.com

Red Delicious Night Designer Mateja Benedetti

Ciao Mateja, please introduce yourself.
I am a Slovenian fashion & costume designer. Prior to my fashion endeavour my career was focused predominantly on costume designs for theatres and opera houses. The love for fashion was reborn when I found a solution to do things with a higher value, because the fashion industry is one of the most polluting industries in the world.

What sparked your interest in fashion?

I love beauty in all forms. Fashion is just a medium through which my creativity can be expressed at its best and maximum potential. I am a visual person; I deeply understand how you transform a thought into a material form.

How would you describe your style?

I can't describe a personal style because it changes all the time, but I can describe the idea behind the apple leather collection: Most of the silhouettes are from the 50's, but the feeling is quite gothic. High elegance with a mystic power, for all types of women, because it is a strong dark style, very flexible for different characters. A coat in combination with a red evening dress works completely different than if combined with jeans. Even men will find something different to wear made of apple leather.

A question ahead: Do you like apples?
No. I like just two things about apples. The first one is the idea to be Eve's apple, to see the naked Adam from the apple's perspective and to understand why it happened to be an apple to have such an impact on Adam and Eve that the paradise was lost.
The second one is the apple leather: I am so grateful that I have the possibility to design a collection with this sustainable material made of waste from the food processing industry.

How important are ecological aspects for you and your work?
We live in a world that has to deal with huge challenges if we want to sustain a healthy environment in the future. The more knowledge you have, the more you are able to see how many possibilities we have to make our lovely planet compassionate, responsible and clean. I work with garments so I give it my best to make them as fair-trade as possible, as clean as possible, as natural as possible and as beautiful as possible, because this is how our future has to be.

You are working both in Haute Couture and Costume – what was your starting point in designing this collection and what influenced you?

Manfred Schweigkofler, the director that I work with for operas, called me and asked me if I'd be prepared to collaborate with him and Hannes Parth on a new material that is sustainable. First of all, I wanted to see this apple leather, to touch it and feel it, to get an idea what kind of forms I could develop. Manfred gave me the first visual suggestion which was the opera Don Carlo, which he did for the Finnish National Opera: A dark & blue gothic aesthetic. From there on I started my research about the trends for the spring-summer 2018, the colour research, silhouettes, photo-material with leather goods, aristocratic forms and different techniques. In the end I chose to use laser cutting techniques to make the fabric much lighter and to give an impression of a future cloth.

What is your concept behind the shapes you created, are they related to the “leitmotif” Apples and the “Red Delicious Night” where they will be shown at?
At »Red Delicious Night« we will collaborate with the SPISS Lingerie which is a very sexy combination. Vegan leather and underwear.
 
What do you think about apple leather as a fashion cloth and did you face any difficulties designing with the new material?
I think that this is one of the best solutions in leather goods, because first of all it's made from food waste, and recycling is one of the most sustainable ways to work. Moreover, the quality is good and the aesthetic is similar to animal leather. You can design it as leather and sew it as textile. You can make bags, shoes, dresses, jackets, skirts; In the future I would like to even create an apple leather T-shirt. If I compare the material with regular leather it's easier to work with and laser cut is one of the things that you can use in order to secure the material’s resistance, quality of the product and great overall condition.

Where can we see more of your work?
Please visit my website at www.benedetti.si

What are your next challenges and are you going to continue to work with apple leather?
Definitely I would like to design clothes and accessories with apple leather and combine looks with the sustainable brand Atelier Terra Urbana, that I am creating at the same time.
In the meantime I am still working for theatres and for my next opera Carmina Burana and Ksenija with Manfred Schweigkofler in 2017.

Mateja, thank you very much for the interview – Please greet our readers!

Thank you and your readers! It was a pleasure.

Interpoma bereit für 10. Auflage

Alle zwei Jahre im November trifft sich in der Messe Bozen alles, was in der Welt des Apfels Rang und Namen hat. Die weltweit wichtigste Apfelfachmesse Interpoma findet heuer vom 24. bis 26. November bereits zum zehnten Mal statt. Die Jubiläumsauflage wird neben dem mit Spannung erwarteten Kongress und lehrreichen Besichtigungsfahrten erstmals mit einem Innovation Camp und Initiativen außerhalb des Messegeländes aufhorchen lassen.

Zum ersten Mal, anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens, wird auch die Stadt Bozen selbst mit Veranstaltungen und Initiativen in die Feierlichkeiten anlässlich der zehnten Auflage der Leitmesse der Apfelwirtschaft, Interpoma, vom 24. bis 26. November miteinbezogen. Neben dem vielfältigen Informationsprogramm, das wie immer im Messezentrum geplant ist, mit Fachkonferenzen - darunter der mit Spannung erwartete Kongress "Der Apfel in der Welt" - und der Präsentation der neuesten Innovationen in der Apfelbranche, sind für die gesamte Dauer der Veranstaltung Fachexkursionen in Unternehmen und Vermarktungsbetriebe organisiert sowie eine Reihe von Initiativen in Bozen selbst.

Was die "Interpoma Touren" anbelangt, so gibt es davon im Laufe des Donnerstags, 24. November, drei und weitere drei am Freitag, 25. November. Die erste Besichtigungstour findet in Margreid im Vermarktungsbetrieb Kurmark Unifrut und im Obstanbaubetrieb der Familie Schwarz statt. Die zweite Tour geht ins Eisacktal, mit Besuchen des Obstanbaubetriebs Vizentinum und des Vermarktungsbetriebs Melix, beide in Brixen. Die dritte Tour führt hingegen zum Obstanbaubetrieb der Familie Komiss Familie in Bozen und der Firma Egma/Fructus Meran in Vilpian. Der zweite Tag der Interpoma Touren 2016 steht ganz im Zeichen des Bioanbaus, mit einem Besuch im Obstanbaubetrieb BIO in der Umgebung von Meran und dem Vermarktungsbetrieb Bio Südtirol in Lana. Die fünfte Tour ist im Vinschgau geplant, dort wird ein Obstanbaubetrieb und der Vermarktungsbetrieb Vi.P. besucht. Die sechste und letzte Tour führt nach Leifers zum Obstanbaubetrieb Società Agricola Fuji und zum Verarbeitungsbetrieb VOG Products.

Zusätzlich zu diesen Terminen, die immer sehr gut angenommen werden, steht zudem die ganze Stadt Bozen für drei Tage im Zeichen des Apfels. Am Eröffnungsabend, Donnerstag 24. November ab 18:00 Uhr steigt die „Red Delicious Night“ im Hotel Four Points Sheraton mit der Präsentation tragbarer Apfelmode, köstlichen Apfelgerichten und einer außergewöhnlichen Body Painting Show mit Weltmeister Johannes Stötter. Am Freitag, 25. November, ab 19.00 Uhr findet im Bistro Thaler Arôme die Veranstaltung “Pink Lady on the roof” statt, dazu werden verschiedene Spezialitäten mit Äpfeln, begleitet von Apfelsekt, Apfelcocktail und Apfelbrand angeboten. Ein besonderes Erlebnis für alle Sinne verspricht „Morgenduft“ zu werden, eine geführte Wanderung durch Bozen am frühen Samstagmorgen. Zudem bieten für die gesamte Dauer der Messe verschiedene Restaurants, Bäckereien und Konditoreien in der ganzen Stadt Bozen spezielle Menüs bzw. Spezialitäten auf Apfelbasis an.

Für weitere Informationen: www.interpoma.it/de

Interpoma 2016: Deutschland steigert seine Produktion, Europa ist auf der Suche nach neuen Märkten

Kurz vor Beginn der alle zwei Jahre in der Messe Bozen stattfindenden Fachmesse mit dem Kongress „Der Apfel in der Welt“ erreichen uns die Ernteschätzungen von Prognosfruit: die europäische Produktion ist leicht rückläufig, die Qualität und die Effizienz der Unternehmer fallen zunehmend ins Gewicht

In Deutschland wird die Apfelproduktion 2016 mit etwa 1.052 Tonnen wieder die Tausend-Tonnen-Marke überschreiten und mit +8 % gegenüber 2015 und + 9 % gegenüber dem Durchschnitt des letzten Dreijahreszeitraums liegen. Es handelt sich um eine gegenläufige Tendenz zur Situation in den EU-Ländern (sowie Großbritannien), in denen insgesamt ein Rückgang von etwa 3 % gegenüber 2015 gemeldet wird. Als Hauptfaktoren werden für diese Situation die Winterfröste in verschiedenen Gebieten Mitteleuropas verantwortlich gemacht, darunter Slowenien, Österreich, Kroatien und Ungarn. Insgesamt ist in den 21 europäischen Ländern, die zu den größten Apfelproduzenten zählen, für 2016 eine Produktion von 12.005.000 Tonnen gegenüber den 12.325.000 Tonnen des Vorjahrs vorgesehen. Diese Daten wurden am vergangenen 4. August 2016 auf dem alljährlichen Prognosfruit-Kongress präsentiert, der in diesem Jahr in Hamburg stattfindet und von der World Apple and Pear Association (WAPA) organisiert wird. Da der Sektor im Großen und Ganzen stabil ist, haben wir es mit einer normalen Produktionssituation in Europa zu tun vor Beginn der Interpoma, der einzigen internationalen Fachmesse, die sich ausschließlich dem Apfel widmet und vom 24. bis 26. November 2016 im Messeviertel Bozen stattfindet.

Sehen wir uns die Daten der größten Produktionsländer im Detail an. Die Ernteschätzungen 2016 für Polen zeigen eine steigende Tendenz von +4 % mit einem Anstieg von 3.979.000 auf 4.150.000 Tonnen, während Italien mit etwa 2.282.000 Tonnen das Ergebnis von 2015 wiederholt. Ein deutlich negativer Trend wird dagegen für Frankreich vorhergesagt mit einem Rückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahr und einem nur leicht verbesserten Ergebnis im Vergleich zu vor zwei Jahren. Die WAPA-Daten zeigen für Frankreich 1.564.000 Tonnen gegenüber den 1.674.000 Tonnen von 2015 auf. In starkem Aufwind befindet sich dagegen Spanien mit einem Zuwachs von +6 % gegenüber dem Vorjahr. Dies bedeutet, dass die 482 Tonnen 2015 auf 509 Tonnen ansteigen müssten. Eine allgemein sehr kritische Situation liegt in mehreren Gebieten Mitteleuropas aufgrund der besagten Fröste des vergangenen Winters vor. Negative Zahlen im zweistelligen Bereich werden in mehreren Ländern gemeldet wie Österreich (- 88 %), Slowenien (- 83 %), Kroatien (- 65 %), Slowakei (- 58 %) und der Tschechischen Republik (- 28 %). Auch Portugal verzeichnet - 20 %, während sich Großbritannien leicht über dem Vorjahresniveau platziert (+3 %).

Auf der Interpoma 2016 werden die teilnehmenden Unternehmer darüber diskutieren, wie man in normalen Produktionsjahren (2015 und 2016 weisen sehr ähnliche Zahlen auf) und nicht übermäßigen Apfelvorräten problematischen Situationen wie der Verlängerung des russischen Embargos, das die Handelsbrücken mit Westeuropa fast vollständig unterbrochen hat, und den in mehreren traditionellen Märkten zu beobachtenden Dynamiken, wo die neuen Generationen ihren Apfelkonsum stark eingeschränkt haben, begegnet.

„Heute haben sich nicht so sehr die Ansprüche des Verbrauchers geändert, sondern sein Alter“, erklärt Obstbauexperte Kurth Werth und Organisator des Kongresses „Der Apfel in der Welt“, der auf der Interpoma 2016 abgehalten wird. „In Deutschland zum Beispiel - erklärt Werth - das ein traditioneller Absatzmarkt für viele Apfelproduzenten ist, wird die ältere Generation nicht vollständig durch die jüngere ersetzt, im Sinne, dass die jungen Leute weniger Äpfel konsumieren. Wir mussten daher nach neuen Märkten Ausschau halten, wie Nordafrika und anderen Gebieten“.

Zudem nehmen die Konkurrenzprobleme zwischen Osten und Westen zu. Werth fährt fort: „Wenngleich der Apfelexport nach Russland für Westeuropa nur von relativer Bedeutung war, drängt Polen aufgrund der Fortführung des Embargos immer weiter nach Westen. Bei einer kürzlich von mir unternommenen dreiwöchigen Reise nach Russland besuchte ich mehrere Städte des Landes und fand in den Supermärkten ausschließlich Äpfel aus Neuseeland”.

Ein weiteres wichtiges Thema sieht Werth in der Notwendigkeit einer hohen Effizienz der Verarbeitungsverfahren, um die heutigen und zukünftigen Herausforderungen zu meistern. „Da die diesjährigen Prognosen denen des Jahrs 2015 sehr ähneln, müssen wir auf die Qualität und Effizienz der Unternehmen setzen”.

Eine wichtige Überlegung verdient auch die Sortenvielfalt. Die Prognosfruit Daten registrieren in der EU einen Rückgang der Sorte Golden Delicious (die aber die meist angebaute bleibt) von – 7 % (d. h. 2.364.000 Tonnen), gefolgt von Gala (1.329.000 Tonnen, – 4 % Rückgang). Den dritten Platz nimmt die Apfelsorte Idared ein (1.064.000 Tonnen sind für 2016 vorgesehen), entsprechend einem Rückgang von – 6 %. Weitere Kulturvarietäten mit beachtlichen Ertragsmengen sind die Shampion (+1 % entsprechend 520.000 Tonnen), Jonagored (+3 % entsprechend 535.000 Tonnen) sowie Braeburn (+3 % entsprechend 322.000 Tonnen).

Werth kommentiert dies wie folgt: „Wenn sich die Prognosen bestätigen, haben wir es dieses Jahr mit einer normalen Produktion zu tun. Aber Vorsicht: Wenn wir nur über Quantität sprechen anstatt auch über Qualität, befinden wir uns auf dem Holzweg. Die Preise der in kontrollierten Mengen produzierten Clubsorten wie Pink Lady, Kanzi und Jazz liegen bereits dreimal so hoch wie die der alten Sorten wie Golden und andere. Die in Polen produzierte Hauptapfelsorte Idared hat nur ein Fünftel des Wertes der oben genannten Clubsorten. Es liegt somit auf der Hand, dass eine reine Diskussion über die Ertragsmengen sehr relativ ist und irreführend sein kann, wenn andere wichtige Faktoren außer acht gelassen werden”.

Interpoma 2016 bietet somit den Unternehmen des Apfelsektors eine einmalige Gelegenheit, um über die Erschließung neuer Märkte, technische Innovationen, effiziente Logistik und neue Sorten zu diskutieren, in einem Sektor, in dem die Konkurrenz unter den Produktionsländern von Jahr zu Jahr härter wird.

Für weitere Informationen: www.interpoma.it

Messe Bozen organisiert eine Reise nach China als Vorgeschmack auf die Interpoma

Für Unternehmen, die auf dem chinesischen Markt expandieren wollen, organisiert Messe Bozen vom 7. bis zum 11. Oktober 2016 eine Besichtigungstour durch die Provinz mit der höchsten Apfelproduktion

Als Vorschau auf die Interpoma 2016, der internationalen Fachmesse rund um den Apfel vom kommenden 24. bis 26. November in den Messehallen Bozen, bietet sich eine Gelegenheit für Unternehmen der Apfelbranche. Als absolute Neuheit organisiert Messe Bozen vom kommenden 7. bis 11. Oktober eine Informationsreise durch die Halbinsel Shandong in China, die Provinz mit der höchsten Apfelproduktion des ganzen Landes, an der interessierte Unternehmen teilnehmen können, um die Chancen des chinesischen Marktes wahrzunehmen.

Wie Yongbing Yuan, Professor für Gemüse- und Obstanbauwissenschaften am College of Horticulture und Vizepräsident der Qingdao Agricultural University, anlässlich des Workshops vom vergangenen 8. Juni der Messe Bozen “Interpoma International”, große Chancen für den Apfelanbau in Chinaerläuterte, weist China enorme Apfelanbauflächen – etwa 2,3 Millionen Hektar – und eine Apfelproduktion von rund 38 Millionen Tonnen auf. Gegenwärtig werden nur wenige Apfelsorten angebaut, den Löwenanteil bildet die Sorte Fuji mit fast 73 % der gesamten Produktion. Der Markt dagegen zählt 1,4 Milliarden Verbraucher. Dies macht China zum größten Apfelproduzenten der Welt und kann Unternehmern der Branche hervorragende Businessmöglichkeiten eröffnen.

Allein in der Provinz Shandong werden jährlich 9,3 Millionen Tonnen Äpfel produziert und eine weitere Steigerung ist kurzzeitig zu erwarten. Bis 2020 ist die Zielvorgabe eine Fläche von über 400.000 Hektar mit 40 Tonnen pro Hektar zu bewirtschaften und gleichzeitig die Arbeitskosten und die Kosten für das Wasser um 15 % und für Düngemittel um 30 % zu reduzieren.

"Die Gelegenheiten für Investitionen in China seitens der Unternehmer des Apfelsektors – sind laut Thomas Mur, dem Direktor der Messe Bozen - von enormem Ausmaß. Aus diesem Grund organisieren wir kurz vor Beginn der Interpoma 2016 eine Informationsreise durch das chinesische Gebiet von größtem Interesse, um die Situation vor Ort zu erleben und direkte Kontakte zwischen den örtlichen Unternehmen und den Ausstellern der Interpoma zu erleichtern. Als Messe Bozen haben wir – so Mur – bereits vor Ort einige Gebiete in Augenschein genommen und ein großes Interesse seitens der örtlichen Unternehmen für Innovationen in dieser Branche feststellen können."

Das Reiseprogramm beinhaltet Besichtigungen der Obstgärten und des Messezentrums Weihai.

„Interpoma International“: große Chancen für den Apfelanbau in China

In den letzten zehn Jahren hat die Apfelproduktion in China einen tiefgreifenden Wandel erlebt, der vielerorts noch im Gange ist.

China ist der größte Apfelproduzent der Welt und kann Unternehmern der Branche hervorragende Businessmöglichkeiten eröffnen. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer der Tagung „Interpoma International“, die vor einigen Tagen in Bozen stattfand und einen Vorgeschmack auf die internationale Apfelfachmesse Interpoma 2016 gab, die vom 24. bis 26. November dieses Jahres in Bozen ausgetragen wird.
 
„Wenige Monate vor Beginn der Interpoma 2016 wollten wir verstehen, welche neuen interessanten Märkte es für unsere Aussteller geben kann“, erklärte einleitend Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen: „Bei der letzten Auflage vor zwei Jahren konnten wir Teilnehmer aus mehr als 71 Ländern begrüßen, ein Beweis für das stets internationalere Profil der Veranstaltung. Bevor wir uns für das Thema China entschieden, haben wir uns vor Ort ein Bild von den Produktionsgebieten dieses Landes gemacht. Heute entsprechen einige Anlagen hohen Qualitätsstandards, während der Großteil noch Verhältnisse aufweist, die man mit den unsrigen in den 50er Jahren vergleichen kann. Zudem hatten wir Kontakte mit Politikern und Forschungszentren. Bei all diesen Treffen spürten wir, dass China ein großes Interesse am Apfelsektor hat und die wirtschaftliche Entwicklung dieser Branche schnell voranschreitet“.

Danach folgte ein Beitrag von Dr. Yongbing Yuan, Professor am College of Horticulture und Vizepräsident der Qingdao Agricultural University, über die Apfelproduktion in China und ihre zukünftigen Perspektiven. Es gibt in China enorme Apfelanbauflächen - etwa 2,3 Millionen Hektar - und eine Apfelproduktion von rund 38 Millionen Tonnen. Die Bäume sind in der Regel sehr groß, aber die Apfelanlagen gewöhnlich recht klein. Obstgenossenschaften sind noch nicht sehr verbreitet, obwohl die Regierung sich um ihre Förderung bemüht. Gegenwärtig werden nur wenige Apfelsorten angebaut, den Löwenanteil bildet die Sorte Fuji mit fast 73 % der Produktion. Der Markt dagegen zählt 1,4 Milliarden Verbraucher.

Der Vizepräsident der Qingdao Agricultural University hob hervor, dass sich der Apfelanbau in China vor allem in den letzten zehn Jahren modernisiert hat, es aber noch sehr viel zu tun gibt. So ist zum Beispiel das asiatische Land ein großer Importeur von Landwirtschaftsmaschinen. „Laut Studien sind 70 % der in der Landwirtschaft eingesetzten Maschinen importiert“, erklärt Yongbing Yuan: „Aber auch bei den Bäumen gibt es keine großen Hindernisse, so wurden in den letzten Jahren viele Bäume aus Europa gekauft, vorwiegend aus den Niederlanden. In unseren Apfelgärten befinden sich sehr viele alte Bäume, während bekanntlich nach modernen Kriterien angelegte Apfelanlagen den Einsatz von Maschinen ermöglichen. Und die Regierung fördert auch den Kauf neuer Maschinen durch steuerliche Vergünstigungen“.

Und was bringt die Zukunft? „Heute konzentriert sich der Apfelanbau auf die Provinz Shandong, die alleine 9,3 Millionen Tonnen Äpfel produziert. Bis 2020 wollen wir eine Fläche von über 400.000 Hektar mit einem Ertrag von 40 Tonnen pro Hektar bewirtschaften und gleichzeitig die Arbeitskosten und die Kosten für das Wasser um 15 % und für Düngemittel um 30 % reduzieren. Südtirol bleibt unser Vorbild“, meint Yongbing Yuan

Wenn China sich ein Beispiel an Italien nimmt, hat sich Messe Bozen in diesen Jahren darum bemüht, die Businessmöglichkeiten zu erleichtern. Kurt Werth, Berater der Interpoma, sieht in China einen potenziellen Markt für die Aussteller der Interpoma und berichtet von seiner Erfahrung: „Wir sprechen oft über China, können uns aber die Größe dieses Landes kaum vorstellen. Ein Viertel der Menschheit lebt in China. Für die Aussteller der Interpoma birgt dieser Markt ein enormes Potenzial: angesichts dieser Größe und dieses Entwicklungstempos liegt es auf der Hand, dass es viele Businessmöglichkeiten gibt. Für die Züchtung der Apfelbäume, deren Veredelungen oder Unterlagen, beginnt man sich an den Praktiken in anderen Ländern der Welt zu orientieren. Die Ausrüstungen werden oft aus Italien oder Europa importiert. Bewegliche Plattformen wie Spritz- oder Sprühgeräte stammen ebenfalls aus Südtirol. Auch die Forschung wird mit Feuereifer betrieben: in zwei Wochen konnten wir elf Stationen zur Sortenentwicklung besichtigen.“

Gottfried Rottensteiner, Direktor von Skipp KG, betonte ebenfalls die Bedeutung von Arbeitsreisen in diese geografischen Gebiete und der Rechtsanwalt Veit Gamper wies darauf hin, dass beim Knüpfen von Arbeitsbeziehungen mit chinesischen Partnern das Thema der Rechtsformen und des Rechtsschutzes von Bedeutung ist.

„Interpoma International” war nur die erste von mehreren Informationsveranstaltungen, die Interpoma zur zentralen Rolle Chinas im Apfelsektor organisieren wird. Messe Bozen möchte den Unternehmen der Branche die Instrumente an die Hand geben, um dieses Land besser kennenzulernen, das auch für den Apfelsektor ein zukünftiger Markt werden kann.

Für weitere Informationen: www.interpoma.it/de

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