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23/11/2016

Interpoma Innovation Camp 2016

Das Interpoma Innovation Camp als Plattform für die Zukunft des Apfelmarktes: zwei Tage intensive Arbeit für fünf internationale Teams bestehend aus Startups, etablierten Unternehmen und Forschern, die innovative Ideen und Konzepte entwickelt haben, um technische Lösungen zur Verbesserung und Unterstützung des Apfelsektors zu finden.

„Messe Bozen hat mit dem Interpoma Innovation Camp einen ersten Schritt gemacht, um eine Plattform für die Zukunft der Apfelindustrie zu werden“, erklärt Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen: „Unser Ziel ist es, das Wachstum des Apfelsektors zu fördern, indem wir internationale und unterschiedliche Talente versammeln und ihnen einen offenen Austausch bieten, um konkrete Lösungen auszuarbeiten. Dabei liegt der Fokus auf dem Markt, dem Businessmodell, dem Verbraucher und dem Nutzen, den diese Lösungen mit sich bringen können.“

Dank einer engen Zusammenarbeit zwischen Messe Bozen, IDM Sudtirol-Alto Adige, Südtiroler Apfelkonsortium, Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg, dem Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau und Whataventure waren Unternehmen, junge Talente, Experten und internationale Startups zu einer Veranstaltung am 22. und 23. November eingeladen (zwei Tage vor der Interpoma). Ziel war es von Experten betreut in einem Team zusammenzuarbeiten, um neue Ideen in unterschiedlichen Bereichen zu entwickeln und somit etwas für den Markt Nützliches in die Praxis umzusetzen. In den zwei Tagen haben die internationalen Teams an fünf Ideen gearbeitet.

Das Team Repple konnte sich den ersten Preis für die beste Idee im Hinblick auf Konzept, Entwicklung, Präsentation und Businessmodell sichern: Das Unternehmen Repple hat sich mit der Möglichkeit der Ölgewinnung aus Apfelkernen auseinandergesetzt – ein wichtiges Thema für den Kosmetiksektor und die Pharmazie. Eine Innovation, die auf dem Markt gut anwendbar ist und das Potenzial hat für hohe Gewinne. Im Vergleich zu anderen bestehenden Systemen der Gewinnung erlaubt dieses biologische Verfahren die Extraktion von hochqualitativem Öl aus den Kernen.

„Es ist einfach unglaublich, diesen Preis erhalten zu haben, ich freue mich wirklich sehr darüber. Denn dieses Projekt kann für ganz Südtirol sehr nützlich sein und auch für alle Beteiligten der Produktionskette: vom Bauer, der den Rohstoff herstellt, bis hin zu denjenigen, die das Produkt verarbeiten und folglich diese Bestandteile, die sonst zu nutrazeutischen Herstellern gelangt wären, welche diese kostbaren Komponenten auf ihre Weise nutzen, verwerten können“, erklärt Debora Decorsi vom Versuchszentrum Laimburg.

Auf dem zweiten Platz landete Smart Orchard, das Ergebnis eines internationalen Teams aus Frankreich, Serbien, Nigeria und Italien. Es handelt sich dabei um ein Projekt zur künstlichen Intelligenz, genauer um eine App mit starker Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt. Sie ist verknüpft mit der Auswertung von Daten aus Sensoren, welche die Ernährungskomponenten der Pflanzen analysieren: aus Wetterstationen, welche das kommende Wetter antizipieren, Messschiebern und Durchflussmessern. Auf diese Weise könnte der Nutzer die richtige Information im richtigen Moment erhalten, um den Wasser- oder Düngemittelverbrauch zu reduzieren, die Größe der Frucht zu steigern, die Wetterbedingungen zu beobachten und folglich unterschiedliche Phasen im Anbau besser zu steuern.

Die dritte Idee, die ausgezeichnet wurde, ist ein Marketingprojekt und heißt „track your apple“. Ziel ist es, dem Verbraucher den Wert eines Apfels sowie Know-how zu vermitteln und durch gezielte Marketingaktionen dessen Vermarktung zu verbessern. Die App ist auf die Unterhaltung des Verbrauchers ausgerichtet, der mittels eines auf dem Apfel angebrachten Codes online an Gewinnspielen teilnehmen kann, aber auch Zugang bekommt zu anderen Informationen im Zusammenhang mit dem Produkt Apfel, seiner Produktion, unterschiedlichen Sorten, Eigenschaften und Qualitäten. So kann das Verbraucherbewusstsein für die Qualität eines Produkts gegenüber einem anderen gestärkt und auch die Preise können gehalten werden.

Alle Teams haben voller Enthusiasmus gearbeitet und einen Beitrag zur Innovation geleistet, die heute wichtiger ist denn je. Zwei der vorgestellten Ideen haben es leider nicht aufs Treppchen geschafft: Im Bereich Anlagenbau hat sich das Team Revotree – think waterless mit der Entwicklung von Bewässerungssensoren beschäftigt. Rainbow Nets hingegen hat ein Konzept für Hagelnetze entwickelt, das die Verteilung von Licht in seinen Spektralfarben verbessert, damit das Licht je nach Reifephase die Früchte mit unterschiedlichen Farben beeinflusst und so beste Qualität erzielt werden kann.

Das Interpoma Innovation Camp bildete einen ersten Impuls für die Zukunft des Apfelmarkts und kann im Rahmen der nächsten Ausgaben der Messe weiterentwickelt werden. Es hat sich gezeigt, wie viel in zwei Tagen Arbeit mit für Startups typischen innovativen Arbeitsprozessen und -methoden möglich ist. Zugleich konnte eine starke Community aus Pionieren und Interessierten gebildet werden, die daran teilgenommen haben und neue Wege aufgezeigt haben, um die gesamte Apfelbranche zu stärken.

Für weitere Informationen: www.interpomainnovationcamp.com