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Versuchszentrum Laimburg: 415 Projekte für 2006 geplant
Mischung zwischen traditionellen Aufgaben und innovativen Vorhaben.
Fachwissen zu erarbeiten und dieses auch weiterzugeben, das sei laut Direktor Josef Dallavia die Hauptaufgabe des Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrums Laimburg. Für die kommende Saison sind insgesamt 415 Versuchsprojekte geplant, dabei werden bereits begonnene Projekte weitergeführt und neue Versuchsfragen aufgenommen.
Die Abteilung „Lagerung“ am VZ Laimburg wird verstärkt neue Technologien einsetzen. So soll zum Beispiel überprüft werden, ob mit Hilfe einer Bearbeitungssoftware für Digitalbilder in Zukunft Ertragsschätzungen durchgeführt werden könnten. Momentan spricht man im Bereich Lagerung weltweit vom Ethylenhemmer 1MCP, das VZ Laimburg testet bereits ein neueres Lager-Verfahren, die DCA (dynamisch kontrollierte Atmosphäre). Ein weiterer neuer Bereich ist die Aromaanalytik, bei der mittels eines am Institut für Ionenphysik Innsbruck entwickelten PTR-Massenspektrometers, Gasanalysen durchgeführt werden. Ziel ist es, von Äpfeln abgegebene Gase zu messen und nach ihren Hauptkomponenten aufzuschlüsseln. Mit Hilfe von Infrarot-Licht wird am VZ Laimburg auch eine Methode zur Messung der Reife der Früchte erprobt. Beim Bereich „Ökologischer Anbau“ geht es im kommenden Jahr weiterhin um die Klärung verschiedener Anbaufragen. (Krankheiten, Mittel, Dünger, Sorten…) Im Bereich „Molekularbiologie“ betrifft ein Projekt die Identifizierung und genetische Charakterisierung von alten Apfelsorten. „Im Mitteleuropäischen Raum ist dies eines der wichtigsten Projekte in diesem Sektor “, sagt Joses Dallavia.
Der Bereich „Pflanzenschutz“ wird sich weiterhin mit den wichtigsten Schädlingen und Krankheiten beschäftigen. Hauptaugenmerk werden die Mitarbeiter des Versuchszentrums – laut Josef Dallavia –auf den Feuerbrand, den Besenwuchs, die Pilzkrankheit Alternaria und den Apfelwickler legen. Zudem werden biologische Grunddaten als Referenzwerte erhoben werden. Im Bereich „Pomologie“ am VZ werden weiterhin Beobachtungen von Sorten und Klonen gemacht und die Sortenzüchtung weitergeführt werden. Von den 10.000 Kreuzungen die 1996 erstmals durchgeführt worden sind, sind derzeit etwa 20 Apfelsorten in der engeren Auswahl. Um Erziehungssysteme und Ausdünnung geht es auch weiterhin im Bereich „Physologie“. Zusätzlich wird die Korrelation zwischen Fruchtgröße und Qualität erhoben. Der Bereich „Boden/Düngung/Bewässerung“ befasst sich unter anderem um wassersparende Ausbringungsmethoden zum Frostschutz und die Auswirkungen verschiedener Hagelnetz-Farben auf die Fruchtqualität. Etwa 7.000 Analysen von Bodenproben wurden im „Agrikulturchemischen Labor“ der Laimburg 2005 durchgeführt. „Die Dienstleistungsangebote wie Boden- und Blattanalysen werden auch weiterhin angeboten werden“, versichert Direktor Josef Dallavia.
Zwischen 180 und 280 Mitarbeiter –je nach Saison - beschäftigt das Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg (Südtirol) mit seinen 20 Außenbetrieben (28 laureati e ricercatori, 31 tecnici specializati, 28 tecnici, 16 amministrativi, ca. 80-180 lavoratori in agricoltura).
Das Versuchszentrums Laimburg wird natürlich auch anlässlich der Interpoma 2006 vom 9. bis zum 11. November 2006 vertreten sein und größeren Einblick in seine interessante Forschungstätigkeit geben. Infos über das VZ Laimburg unter www.laimburg.it . Informationen zur Fachmesse Interpoma in Bozen www.interpoma.it
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