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23/03 - 25/03/2018
09:30 - 17:30
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Podiumsdiskussion: Sicherheit und Risiko in der modernen Gesellschaft

Experten aus den Bereichen Zivilschutz, Notfallmanagement und Risikokommunikation beschäftigen sich mit brandaktuellen Themen wie dem Konzept von Risiko und Sicherheit und wie es sich verändert: Wir sehen uns in der heutigen Zeit nicht nur mit neuen Risiken konfrontiert, sondern auch mit einer neuer Wahrnehmung dieser Faktoren. Das liegt oft auch am Phänomen der "Fake News".

Es geht daher auch um die Rolle der Kommunikationsmittel, um ein Sicherheitskonzept im Wandel und nicht zuletzt um die Verantwortung, die jeder Einzelne übernehmen muss.

Die Podiumsdiskussion findet am Freitag, 23. März um 15 Uhr im Forum der Messe, Gang C21 statt.

Lernen Sie unsere fünf Gäste kennen!

Rudolf Pollinger

Rudolf Pollinger ist der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz der Autonomen Provinz Bozen, mit langjähriger Erfahrung als Direktor der Abteilung Wasserschutzbauten, des Sonderbetriebes für Bodenschutz, Wildbach- und Lawinenverbauung, sowie der Abteilung Brand- und Zivilschutz des Landes Südtirol. In diesem Umfeld hat er sich ausführlich mit Thematiken in Zusammenhang mit Naturgefahren und technologische Risiken, der Wahrnehmung und Bewältigung von Risiken, sowie der nachhaltigen Entwicklung des Territoriums beschäftigen können. Im Laufe seiner Karriere hatte ihn der integrale Ansatz zur Bewältigung von Risiken, durch Einbindung und Förderung der Zusammenarbeit aller Betroffenen verschiedenster Art, wie Beispielsweise Bürger, Rettungsorganisationen, Institutionen, Wirtschaft und Forschung, begleitet. In den letzten Jahren, neben der ordentlichen Amtstätigkeit, förderte er mittels zahlreicher Initiativen die Entwicklung und Vertiefung verschiedenster Themen in Zusammenhang mit der Resilienz des Territoriums.

Bruna De Marchi

Bruna De Marchi hat Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Bologna und in den USA studiert. Sie hat den Lehrgang für Massenkatastrophen am Internationalen Institut für Soziologie in Görz geleitet und an einem Forschungsprogramm der Europäischen Union in Ispra (Varese) gearbeitet. Sie hat an mehreren italienischen und ausländischen Universitäten unterrichtet und geforscht. Seit 2010 arbeitet Bruna De Marchi mit dem Zentrum für Wissenschaftstheorie der Universität Bergen (Senter for Vitenskapsteori) in Norvegen zusammen. In ihrer Forschungstätigkeit durchleuchtete sie unter anderem disziplinarische Aspekte dieser Themenfelder: Umweltkatastrophen und medizinische Notfälle; Risikowahrnehmung; Kommunikation und Governance in Katastrophenfällen; Planungsprozesse und Methoden; kulturelle und ethische Aspekte der technologischen Innovation.

Alessandro Narduzzo

Alessandro Narduzzo ist Professor für Unternehmensführung und Innovation an der Wirtschaftsfakultät der Freien Universität Bozen und Direktor des gleichnamigen Masters. Seine Forschungsfelder umfassen folgende Themen: Lösung nicht strukturierter Probleme (ill-structured problems); Entwicklung organisatorischer Kompetenz und deren strategische Umsetzung, Innovationsmanagement und organisatorischer Lernprozess. Außerdem ist er wissenschaftlicher Leiter des Forschungsprojekts “RarEmergencies - Riconoscere ed affrontare nuove emergenze”, der Universitäten von Trient und Bozen in Zusammenarbeit mit der Agentur für Bevölkerungsschutz der Autonomen Provinz Bozen, das zum Ziel hat, neue und unerwartete Notfälle zu studieren sowie Methoden der Katastrophenvorsorge und Katastrophenabwehr für Einsatzorganisationen zu entwickeln.

Roberto Giarola

Roberto Giarola ist Direktor des Amtes für Freiwilligenwesen und Ressourcen des staatlichen Zivilschutzressorts im Ministerratspräsidium (Ufficio Volontariato e Risorse del Servizio Nazionale del Dipartimento della Protezione Civile della Presidenza del Consiglio dei Ministri). Er arbeitet seit 1994 auf staatlicher und regionaler Ebene im italienischen Bevölkerungsschutz. Seit 2009 ist er Direktor der Abteilung Freiwilligenwesen, der Kontrollstelle und des Rechtsberatungsbüros der staatlichen Zivilschutzorganisation in Rom. In dieser letzten Funktion hat er die Genehmigung des Ermächtigungsgesetzes für die Umstrukturierung des Bevölkerungsschutzes begleitet und die Arbeiten der Abfassung des neuen Bevölkerungsschutz-Kodex koordiniert. Roberto Giarola hat aufgrund der Katastrophenfälle in Italien sowohl juridische als auch verwaltungstechnische und organisatorische Berufserfahrung im Einsatz von Freiwilligen im Bevölkerungsschutz.

Bernd Noggler

Bernd Noggler ist Ausbilder und Fachmann im Bevölkerungsschutz auf europäischer Ebene mit internationaler Einsatzerfahrung in Ländern wie Chile, Pakistan, Haiti, Namibia, Tunesien, Jordanien, Georgien und Uganda. Er hat umfassende Kenntnisse im Bevölkerungsschutz und Einsatzbereich auf europäischer und internationaler Ebene. Bernd Noggler arbeitet seit 2000 im Bevölkerungsschutz in Tirol, hat 2004 mit der Ausbildung des europäischen Zivilschutzmechanismus begonnen und ist nun selbst Ausbilder der von der EU organisierten Zivilschutz-Fortbildungskurse. Bernd Noggler ist Mitglied der Bergrettung Tirol und seit 2014 Leiter der Leitstelle Tirol, wo er täglich in Kontakt mit der in Not geratenen Bevölkerung ist und die Einsatzkräfte koordiniert.